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Versuch 2:
Knallender Wasserstoffballon
Hinweise:
Beim Arbeiten mit Wasserstoff ist Vorsicht geboten. Alle
Feuerquellen, (Zigarette, Feuerzeug, Streichhölzer etc.) sind vom
Wasserstoff fernzuhalten. Beim Arbeiten mit großen Mengen muss für
eine gute Raumlüftung gesorgt werden. Vor dem Versuch sollten alle
Fenster zum Druckausgleich geöffnet werden, da durch die Explosion
eine starke Druckwelle entstehen kann.
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Chemikalie |
Gefahren |
R-Sätze |
S-Sätze |
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Wasserstoffflasche |
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R: 37 |
S:
26-45 |
Materialien:
Luftballon,
Glimmspan, Bambusstange, dünne Schnur.
Durchführung:
Man entnimmt Wasserstoff aus der Gasflasche, und füllt einen
Ballon. Wenn dieser reichlich groß ist, bindet man ihn mit einer
dünnen Schnur zu. Der Ballon schwebt. Man befestigt das Band am
Experimentiertisch. Nun nähert man sich langsam mit einem brennenden
Glimmspan, den man vorher an einer Bambusstange befestigt hat, dem
Ballon. Bei der Explosion sollte man den Mund weit öffnen, damit ein
Druckausgleich erfolgen kann.
Ergebnis:
Der Ballon explodiert mit einem lauten und dumpfen Knall.
Wasserstoff reagiert mit dem Sauerstoff der Luft von 4-75 %
Wasserstoffanteil explosionsartig. Dabei setzt eine Kettenreaktion
ein (Radikalreaktion). Ein H* Radikal reagiert mit einem
Sauerstoffmolekül und spaltet dieses auf. Dabei entsteht OH und ein
O Radikal. Das OH reagiert nun wieder mit einem H2
Molekül zu H2O und einem H Radikal. Dieser Vorgang
wiederholt sich in kurzer Zeit sehr oft, daher spricht man hier von
einer Kettenreaktion, auch Radikalreaktion genannt. Reaktionsprodukt
ist Wasser (H20) und in kleinen Mengen auch
Wasserstoffperoxid.
2 H2 + O2
→
2 H2O
2 OH + M
→
H2O2
Start:
H2
→ 2H*
Kettenreaktion: H + O2 → OH + O
OH + H2
→ H2O + H
(M= Atom, Molekül, evtl. auch Gefäßwand)
Kettenabbruch: OH + H + M → H2O + M

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